Swing-Tanz Traditionen

Jam Circle

Manchmal entsteht ganz spontan ein Jam Circle. Zum Beispiel, wenn ein Lied richtig schnell ist, es das letzte Lied des Abends ist, oder wenn einfach ein paar Personen Lust darauf haben. 😄

So läuft’s ab:
Es bildet sich ein Kreis. Zwei Personen tanzen in der Mitte. Nach kurzer Zeit kommt jemand Neues dazu und „löst“ eine Person ab – mal elegant, mal chaotisch, aber immer mit Spaß. Dieses Vorgehen nennt man „stealen„. So geht es immer weiter. Der Kreis feuert an, klatscht und sorgt für eine fröhliche, energiegeladene Atmosphäre.

Der Jam Circle kommt aus der Swing-Zeit der 1920er bis 1940er Jahre in New York. Dort haben Tänzer*innen solche Kreise genutzt, um ihre Moves zu zeigen, sich gegenseitig zu inspirieren und gemeinsam zu feiern.

Es geht nicht um Perfektion, sondern um Energie, Kreativität und darum, sich gegenseitig anzufeuern. Trau Dich ruhig in die Mitte – es geht nicht darum, perfekt zu tanzen, sondern Spaß zu haben. Die Leute im Kreis sind auf Deiner Seite und freuen sich, Dich zu sehen!


Birthday Jam Circle

Wenn jemand Geburtstag hatte läuft es minimal anders ab: Die Geburtstagsperson tanzt in der Mitte mit einer Partnerperson. Andere kommen rein und „stealen“ sich die gefeierte Person für ein paar Takte, bis die nächste Person übernimmt. Die Geburtstagsperson bleibt hierbei aber immer in der Mitte!

Die Idee dahinter:
Gemeinsam feiern, anfeuern und der Person in der Mitte einen besonderen Moment schenken! 💛

Und wenn Du diesen Text liest – dann freuen wir uns schon darauf, auch Deinen Geburtstag mit einem Jam Circle zu zelebrieren!

Hier wechseln nicht nur die Tanzerpartner:innen, sondern auch die Swingtänze. Dies passiert nur auf Wunsch der Geburtstagsperson. 🙂


Snowball

Nach dem Jam Circle kommt oft der Snowball. Keine Sorge: Das hat nichts mit Geld oder einem Pyramidensystem zu tun 😄 Beim Swingtanzen geht es hier einfach darum, dass am Ende alle auf der Tanzfläche sind!

Am Anfang tanzen zwei Leute zusammen. Irgendwann ruft jemand „Snowball!“. Dann trennen sich die beiden und holen sich jeweils eine neue Person vom Rand dazu.

Jetzt tanzen schon mehr Leute – und beim nächsten „Snowball!“ passiert das Gleiche wieder. So wächst die Gruppe immer weiter, wie ein Schneeball, der größer wird. Am Ende tanzen alle zusammen! Und selbst dann wird oft noch weiter gewechselt – einfach, weil es Spaß macht! 🎶


Shim Sham

Der Shim Sham ist eine feste Solo Jazz Choreografie, die alle zusammen tanzen – zum größten Teil ohne Partnerperson. Du stehst mit vielen anderen auf der Tanzfläche und tanzt die gleichen Schritte, bei uns am liebsten in einem Kreis statt in Reihen. Ein bisschen wie ein Linedance – nur mit richtig viel Swing-Feeling 😄

Der Shim Sham kommt ursprünglich aus dem Stepptanz und wurde in den 1920er Jahren von Leonard Reed und Willie Bryant entwickelt. Später wurde er von Swing-Tänzer*innen übernommen und gehört heute weltweit einfach dazu.

Meist wird der Shim Sham zu dem Song „Tain’t What You Do“ getanzt – sobald die ersten Takte hörbar sind, stürmen viele sofort auf die Tanzfläche!

Egal ob Anfänger:in oder Profi – beim Shim Sham können alle mitmachen. Wenn Du den Shim Sham einmal lernst, kannst Du überall auf der Welt mittanzen.